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Reinhard Preßl
Emmerting
10. Dezember 2018, 3:13 am
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Schutzanstrich für Hölzer im Außenbereich

Ist das überhaupt nötig? Und wenn es doch nötig ist, was ist der richtige Anstrich !

Warum bauen Menschen heutzutage immer noch Holzhäuser, Balkone und Haustüren aus Holz oder verkleiden teilweise mit Holz?                                                                                                                            Es liegt daran, dass Holz so ein einzigartiger und bewährter Werkstoff ist, den viele gerne einsetzen und erhalten möchten.                                                                                                                                              Doch nicht alle Hölzer trotzen der Witterung gleichermaßen. Öliges Tropenholz, hartes Eichenholz und sogar Lärchenholz können ohne einen Schutzanstrich dem Wetter lange standhalten. Weiter sind die Konstruktion, sowie die Lage des Holzbauwerkes mit entscheidend für die Beständigkeit. Ohne Ausnahme vergrauen alle ungeschützten Hölzer durch UV-Strahlung und durch das Wetter. Diese oberflächliche Erosion beeinflusst die Gesamtfestigkeit eines harten Holzes jedoch nicht. Es ergibt sich nur ein unästhetisches Erscheinungsbild das in vielen Fällen nicht akzeptiert wird.                                                   

Wie schaut es jedoch bei den anderen Hölzern mit geringer Festigkeit und Beständigkeit, jedoch preislich günstigeren Holzarten, wie Fichte und Tanne, aus?  Ungeschützt und unbehandelt werden sie dem Wetter ausgesetzt schnell vergänglich sein. Und deshalb benötigen Hölzer mit geringer Festigkeit und Beständigkeit im Außenbereich unbedingt einen Schutzanstrich!

 

Welcher Schutzanstrich für den Außenbereich ist nun der Richtige?

1. Klarlack (transparent)                                                                                                                                    Ob org. lösungsmittelhaltiges oder wässriges System, ein UV-Schutz des Polymerbindemittels im Klarlack sowie des Holzes ist aufgrund der Abwesenheit von UV-absorbierenden Eisenoxidpigmenten in einem transparenten Lack nicht gegeben. Deswegen bringt ein Anstrich mit einem Klarlack im Außenbereich nichts und er ist somit nicht empfehlenswert .

2. Holzschutzlack mit org. Lösungsmitteln                                                                                                      . Aus Gründen des Umweltschutzes sind diese Lacke nicht mehr die erste Wahl                                          

3. Holzschutzlack auf wässriger Basis                                                                                                       . Moderne Lacke für Außenbauteile aus Holz sind heutzutage wässrig. Sie sind wasserverdünnbar und damit auch umweltfreundlich. Unabhängige Testinstitute sprechen auch von der Ebenbürdigkeit gegenüber org. lösungsmittelhalten Produkten                                                                                             

4. Dickschicht- oder Dünnschichtsystem                                                                                                           Es beeinflusst das Abwitterungsverhalten und damit die Wartungsintervalle . Die Wasserdampfdurch-lässigkeit (Atmungsaktivität) ist beim Dünnschichtsystem etwas höher als beim Dickschichtsystem.  Deshalb sollte bei einer Wartung nur das Dünnschichtsystem verwendet werden.      

5. deckend pigmentierter wässriger Holzschutzlack                                                                                         Mit deckend pigmentierten wässrigen Holzschutzlacken können sehr viele bunte Farbtöne realisiert werden. Zudem erreichen diese Beschichtungen höchste Dauerhaftigkeit, weil sie das Polymerbindemittel vor dem schädlichen UV-Licht und weiter das Holz bestens vor dem Wetter schützen

6. wässrige Holzschutzlasur                                                                                                                  . Holzschutzlasuren werden oft gewünscht um die einzigartige Struktur des Holzes weiter zur Geltung zu bringen. Jedoch können in diesem Fall nur mikronisierte Eisenoxidpigmente das kurzwellige UV-Licht reflektieren. Damit ist die Farbtonauswahl auf die Farbtöne ocker, braun und schwedenrot beschränkt. Sehr hochpreisige wässrige Holzschutzlasuren enthalten zusätzlich noch organische UV-Absorber / Radikalfänger zu einem weiter verbesserten UV-Schutz.

 

Grundierung:                                                                                                                                              Grundsätzlich sei noch gesagt, dass für den Gesamtaufbau eines Schutzanstriches für Holz mit einem wässrigem Holzschutzlack auch eine Grundierung auf wässriger Basis unumgänglich ist. Sie ist dünnflüssig, dringt damit tief in das Holz hinein und hat die Aufgabe holzzerstörende Mikroorganismen und Pilze zu verhindern, sowie hydrophobierend (wasserabweisend) und flexibel zu wirken.

 

Kontrolle – Wartung – Renovierung                                                                                                             Beschichtete Holzbauteile sind nicht wartungsfrei. Der riesige Vorteil ist aber, dass Holzteile leicht reparierbar sind.                                                                                    

Holzbauteile im Außenbereich bedürfen einer regelmäßigen Kontrolle                                                       (Empfehlung einmal jährlich)

Die Wartung sollte in regelmäßigen Intervallen an den noch weitgehend intakten Oberflächen erfolgen(Empfehlung einmal jährlich)

Bei der Renovierung werden vorhandene Schäden ausgebessert oder das Holzteil erneuert  

PS: Möchten Sie diese Publikation – Schutzanstrich von Hölzer im Außenbereich –  ausdrucken, so verwenden Sie bitte – An Größe anpassen: 125% und quer. (ideale Grafik)